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Herpesviren HHV-6, HHV-7, HHV-8

Wie einige der oben genannten Herpesviren ist auch das HHV-6 in der Bevölkerung weit verbreitet. Einmal mit dem Virus in Kontakt gekommen, verbleibt auch dieses Virus ein Leben lang im Körper. Das ist bewiesen, aber darüber hinaus ist das HHV-6 aktuell noch nicht so gut erforscht, wie andere Mitglieder seiner Familie.

Es ist verwandt mit dem Herpes simplex Virus 1, dem Lippenherpes, das u.a. Bläschen im Mundbereich verursacht. Das HHV-6 hat aber ganz andere Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Das Humane Herpesvirus 6 (HHV-6) umfasst zwei virale Spezies, HHV-6A und HHV-6B, die eng verwandt sind, sich jedoch hinsichtlich krankheitserregender und biologischer Eigenschaften unterscheiden. Daher können die Symptome auch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Bei z.B. Säuglingen und Kleinkindern tritt HHV-6 bevorzugt auf und führt zum Dreitagefieber, das mit hohem Fieber und einem für die Krankheit typischen Hautausschlag einhergeht.

Aber man vermutet ebenso, dass das HHV-6 bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen sowie auch bei CFS (chronischem Erschöpfungssyndrom) und der MS (Multiplen Sklerose) eine Rolle spielt. Es schwächt immerhin das Immunsystem auch genau so, wie das EBV (Epstein Barr Virus) dies machen kann.

Reaktivierungen von HHV-6 Infektionen findet man auch vermehrt bei Patienten, die an Bindegewebserkrankungen wie z.B. der Sklerodermie (pathologische Veränderung der Kollagenfasern und Bindegewebszellen) erkrankt sind. Auffällig ist ebenso, dass dieses Virus auch häufig bei Patienten mit Hirntumoren gefunden wurde, wobei aber das Vorhandensein des HHV-6 dabei aber keine Ursache für den Tumor darstellte.
Dieses Virus soll sich – laut Forschung - im Gehirn und auf den Nerven ablagern, und zwar auf den Zellen, die für die Datenweiterleitung und Übertragung eine große Rolle spielen. Daher sollte bei Auftreten einer Enzephalitis (Gehirnhautentzündung) auch immer an eine Virenbelastung gedacht werden.
Auch bei einer Myokarditis (Herzbeutelentzündung), so wissen wir, wird die Entzündung in ca. 50% der Fälle durch Viren hervorgerufen. Bei einer Entzündung des eigentlichen Herzmuskels ist das HHV‑6 augenscheinlich nicht beteiligt, da dieses Virus wie auch u.a. das Parvovirus (z.B.Erreger der Ringelröteln) eher die vaskulären Endothelzellen (innerste Schicht von Gefäßen) infizieren.

Laut Aussage des Kölner Pathologen Professor Gerhard Krüger, der dies bereits in den Neunzigerjahren erkannt hatte, ruft ein reaktiviertes HHV-6 Virus chronische Infektionen mit deutlicher Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionen und Lymphknotenschwellung auf den Plan.
Den vollständigen und sehr interessanten Artikel dazu finden Sie hier: https://www.zeit.de/1994/37/das-grosse-gaehnen

Leider ist es derzeit nicht mehr möglich, den HHV-6 im Labor zu testen. Das Labor IMD in Berlin konnte nur bis 2016 eine Bestimmung über den Lymphozytentransformationstest (LTT) durchführen. Zur Zeit (Stand 2018) gibt es keine passenden Antigene, um den HHV-6 zuverlässig zu testen.

Die gute Nachricht ist aber, dass mittels des Verfahrens der Bioresonanz (Link) solche Viren weiterhin aufspüren lassen. Bei der Bioresonanz, die ich daher in meiner Praxis anbiete, ließ sich somit die neuentstandene Lücke in der bisher so zuverlässigen Diagnostik erfolgreich wieder schließen.

Bei der Erforschung des HHV-6 Virus wurde noch ein weiteres Virus gefunden - das HHV-7.
Zwischen den beiden Viren wurden sogenannte Kreuzaktivitäten gefunden, wobei derzeit aber noch nicht richtig eingeordnet und bewertet werden kann, ob und für welche Erkrankung sie verantwortlich sind. Die Forschung bleibt an dieser Stelle auf jeden Fall noch sehr spannend und wird in Zukunft hoffentlich noch wichtige Erkenntnisse für Therapeuten und Patienten liefern.

Kaposi-Sarkom-Virus (KSHV)

Menschliches Herpesvirus 8 (HHV-8) ist auch als Kaposi-Sarkom-assoziiertes Herpesvirus oder KSHV bekannt. Dieses Virus wurde 1994 entdeckt und ist ein Herpesvirus, das zur Entwicklung des Kaposi-Sarkoms (bösartige Veränderung der Blutgefäße (vaskuläre Neoplasie)), das manchmal bei AIDS-Patienten beobachtet wird, und zu einigen B-Zell-Lymphomen beiträgt. HHV-8 ist beteiligt an bestimmten malignen Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs) und stellt in Verbindung mit dem Epstein-Barr-Virus einen möglichen Co-Faktor dar, an einem Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken. Bei diesen Erkrankungen sind in der Vielzahl die Lymphozyten und Blutgefäße involviert.