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AD(H)S

ADS/ADHS - eine Modediagnose?

Nachdem ich in der Vergangenheit sehr viele besorgte Eltern kennengelernt habe, die von den Lehrern in der Schule oder den Erziehern in den Kindergärten gesagt bekamen, dass sie ihr Kind „unbedingt“ auf ADHS testen lassen sollen, musste ich feststellen, dass diese Eltern meist damit überfordert waren und Angst hatten!

Dies war für mich Anlass genug, in meiner Praxis ein besonderes Augenmerk auf AD(H)S-Kinder zu legen und damit Kinder wie auch die Eltern nicht im Regen stehen zu lassen.

Das ADHS Syndrom ist auch in unserer heutigen Zeit negativ behaftet, da sich die gesellschaftlichen Vorurteile immer noch hartnäckig halten.

Es handelt sich hier nicht einfach um einen Erziehungsfehler, sondern vielmehr wird bei ADHS das Zusammenspiel unterschiedlicher Risikofaktoren, wie genetische oder Umweltfaktoren, als möglicher Auslöser diskutiert.

ADHS gibt es schon seit 150 Jahren . Wir kennen alle die Geschichte des Struwelpeters, in der das Thema bereits ausführlich dargestellt wurde. ADHS ist keine Krankheit wie Masern oder Mumps, die man eindeutig nachweisen kann. ADHS hat vielmehr Ähnlichkeit mit Erscheinungen wie Bluthochdruck oder Übergewicht. Wenn man von etwas zu viel hat, wird es kritisch.

Wann wird es aber kritisch?

Dann, wenn die Symptome zu einer eindeutigen Beeinträchtigung im Leistungs- und Sozialbereich führen.

Wie Krankheit bzw. Störung definiert werden, hat auch etwas mit den gesellschaftlichen Normen zu tun. In unsere Wohlstandsgesellschaft ist jeder, der aus der „Norm“ fällt, schnell ein Außenseiter.

In unserer Gesellschaft reicht es bereits aus, dass man „zu dick“, „zu groß“ oder „zu unsportlich“ ist, um Ausgrenzung zu erfahren. Wie soll es da einem Kind ergehen, dass die Norm des angepassten, stillsitzenden Kindes aufgrund seiner „Störung“ nicht erfüllen kann.

Hier ist Um-Denken erforderlich.

Im Umgang mit ADHS-Kindern sollte das Motto vielmehr „Fördern statt in Normen pressen“ lauten.

So kann ADHS auch durchaus eine interessante „Persönlichkeitsvariante“ sein, die Farbe in das Leben bringt!

Man sollte ganz besonders bei diesen Menschen ihre positiven Seiten in den Vordergrund stellen. So können sie zum Beispiel künstlerisch sehr kreativ sein oder einen großen Ideenreichtum entwickeln. Auch sind sie sehr hilfsbereit und haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Zuweilen sind es auch Querdenker!

Nun sind die meisten Betroffenen aber keine Mozarts, sondern müssen zur Schule oder in den Kindergarten. Sie müssen sich anpassen, zuhören, lernen und still sitzen. Um später ihr Leben bestreiten zu können, müssen sie einen Beruf erlernen, früh aufstehen und sorgfältig und zuverlässig  arbeiten.

Warum genau das für ADHS-Kinder so schwierig ist, verstehen wir, wenn wir auf die Symptome  schauen, die zur eindeutigen Diagnose von ADHS erfüllt sein müssen.

Die medizinischen Leitsymptome, die bei ADHS erfüllt sein müssen vorausgesetzt werden:

Unaufmerksamkeit

  • sind unaufmerksam gegenüber Details
  • können Aufmerksamkeit nicht aufrecht erhalten
  • hören scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird
  • können Erklärungen nicht folgen, Pflichten nicht erfüllen
  • können Aufgaben und Aktivitäten nicht organisieren
  • vermeiden Aufgaben mit geistigem Durchhaltevermögen
  • verlieren häufig wichtige Gegenstände
  • werden häufig von externen Stimuli abgelenkt
  • sind bei alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich

 

Überaktivität

  • fuchteln mit Händen und Füßen, winden sich am Platz
  • stehen vom Platz auf, auch wenn es nicht erlaubt ist
  • laufen häufig herum oder klettern exzessiv
  • sind häufig unnötig laut beim Spielen

 

Impulsivität

  • platzen mit der Antwort vor dem Ende der Frage heraus
  • können nicht warten oder abwarten
  • unterbrechen oder stören andere häufig
  • reden häufig exzessiv

 

Alter

  • Beginn der Störung vor dem 7. Lebensjahr

 

Ausprägung

  • situationsübergreifendes Auftreten der Symptome für mehr als 6 Monate

 

Beeinträchtigung

  • die Symptome verursachen deutliches Leid oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit

(Quelle: Praxishandbuch ADHS, Kriterien gemäß ICD-10)

Wie schon beschrieben, geht man wie bei vielen anderen psychischen Störungen nicht von einer einzigen Ursache aus. Vielmehr werden genetische, biochemische, neuroanatomische, neurophysiologische und neuropsychologische Faktoren zusammen mit Umweltfaktoren als Entstehungsmodell für ADHS diskutiert.

Vor allem die Dysbalance in den beteiligten Transmittersystemen (Neurotransmitter dienen zur Übermittlung von Informationen in unserem Gehirn) führt mutmaßlich zu der bei ADHS aufkommenden Störung der Selbstregulation.

Auch wird bei ADHS eine sehr hohe genetische Beteiligung von über 70% angenommen.

Des Weiteren tritt ADHS familiär gehäuft auf, d.h. Verwandte ersten Grades haben ein doppelt bis achtfach erhöhtes Risiko ebenfalls an ADHS zu erkranken.

Bei der Behandlung von ADHS läuft es häufig neben Verhaltenstherapie auch auf die Einnahme von Medikamenten hinaus.

Es gibt allerdings eine Alternative zur chemisch-synthetischen Droge (Amphetamine), die ich in meiner Praxis den Eltern anbiete, die ihren Kindern keine solche Drogen verabreichen möchten.

Der bekannte Arzt und Buchautor K.D. Runow geht in seinem Buch der Frage „Sind Ritalinkinder von heute die Parkinson Patienten von morgen?“ nach und beleuchtet, was Ritalin im Gehirn überhaupt bewirkt. Dieses Buch kann ich Ihnen nur sehr ans Herz legen. (Buch: Nervenschutz durch Entgiftung ISBN: 3-86516-504-4)

Für die Erarbeitung eines Therapiekonzeptes ohne Amphetamine ist es sehr wichtig, sich erst einmal den Hirnstoffwechsel Ihres Kindes näher anzuschauen. Die geschieht mittels eines sogenannten Neurostress-Tests. Hierdurch kann man sehen, ob ein Ungleichgewicht zwischen den Neurotransmittern besteht. Falls dieses durch den Neurostress-Test nachgewiesen werden kann, verordne ich in einem solchen Fall, individuell auf das Neurostressprofil angepasst, Aminosäuren und Vitalstoffe, um die Defizite zu beseitigen.

Des Weiteren rate ich auch immer zu einer Ernährungsumstellung. Es ist sinnvoll, darauf zu achten, keine Lebensmittel zu sich zu nehmen, in denen E-Stoffe oder Glutamat enthalten sind. Glutamat ist wichtiger erregender Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. In Maßen ist er wichtig für unsere Kommunikation, Bewegung und Gedächtnis.

Ebenfalls sollte auch auf Aspartat, das ebenfalls eine erregende Wirkung als Neurotransmitter hat, verzichtet werden. Diesen können Sie in vielen Light Produkten oder auch Getränken mit Süßstoffen finden.

„Ironischerweise sind Glutamat und Aspartat zugleich die stärksten […] Erreger-Toxine […], welche mit speziellen neuronalen Glutamin Rezeptoren in Hirn und Rückenmark in einer Weise reagieren können, die Zellschäden hervorruft. Diese Reaktionen sind vermutlich die Ursache neurodegenerativer Erkrankungen […] und werden mit […] Migräne und Konzentrationsstörungen, Verlust von Gedächtnis und Intellekt in Zusammenhang gebracht.“ (Quelle: ZfN, Rosler 23.6.2004).

Besonders in Fertiggerichten aus dem Supermarkt finden Sie sehr hohe Glutamat Werte, sowie z.B. Fertig-Soßen, Suppen-Terrinen, Soßen- und Suppenpulver, Fertig-Salatsoßen, Chips und auch Wurst.

Der Geschmacksverstärker Natrium-Glutamat (E621 bis E625) ist auch enthalten in Additiva wie:

  • hydrolysierte Pflanzenproteine
  • Kasein- Hydolysat
  • natürliches Aroma
  • Hefe-Extrakt (getarnt in Bio Erzeugnissen bis zu 5% )
  • Würze
  • Gewürze
  • Carrageen (Gelier- und Verdickungsmittel)
  • Maltodextrin
  • Weizenprotein
  • Trockenmilcherzeugnis

Sie möchten wissen, ob Ihr Kind (oder auch Sie selbst) AD(H)S hat?

Hier finden Sie im Internet einen Test zur ersten Orientierung , mit dem Sie Ihr Kind auf AD(H)S testen können.

http://www.ads-adhsfundgrube.de/index.php?siteToLoad=2_2_Test1

Ich biete in meiner Praxis zur Abklärung folgende Tests an:

  • Neurostress-Profil
  • Kryptopyrrolurie (KPU) (Hämstoffwechsel Störung)
  • Mineralstoff Profil
  • Test zur Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen
  • Feststellen von Schwermetallintoxikationen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Das Spektrum der Tests, das mir an dieser Stelle zur Verfügung steht, nutze ich, um sicherzugehen,

  • dass sich hinter einer vermeintlichen AD(H)S-Störung nicht vielleicht etwas ganz anderes verbirgt,
  • dass Eltern und Kinder, die mir ADHS konfrontiert sind, von mir eine fundierte Diagnostik und vielmehr noch eine passende und individuelle Therapie bekommen.