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Zur Zeit noch in Bearbeitung !

 

ADS/ADHS | Borreliose | Candida | Darmsanierung | Decoder-Dermographie | Epstein-Barr-Virus (EBV) |

KPU Kryptopyrrolurie | Schilddrüse | Stoffwechsel-Programm

 

 

ADS/ADHS - eine Modediagnose?

 

Nachdem ich in der Vergangenheit sehr viele besorgte Eltern kennengelernt habe, die von den Lehrern in der Schule oder den Erziehern in den Kindergärten gesagt bekamen, dass sie ihr Kind „unbedingt“ auf ADHS testen lassen sollen, musste ich feststellen, dass diese Eltern meist damit überfordert waren und Angst hatten!

Dies war für mich Anlass genug, in meiner Praxis ein besonderes Augenmerk auf AD(H)S-Kinder zu legen und damit Kinder wie auch die Eltern nicht im Regen stehen zu lassen.

Das ADHS Syndrom ist auch in unserer heutigen Zeit negativ behaftet, da sich die gesellschaftlichen Vorurteile immer noch hartnäckig halten.

Es handelt sich hier nicht einfach um einen Erziehungsfehler, sondern vielmehr wird bei ADHS das Zusammenspiel unterschiedlicher Risikofaktoren, wie genetische oder Umweltfaktoren, als möglicher Auslöser diskutiert.

 

ADHS gibt es schon seit 150 Jahren . Wir kennen alle die Geschichte des Struwelpeters, in der das Thema bereits ausführlich dargestellt wurde. ADHS ist keine Krankheit wie Masern oder Mumps, die man eindeutig nachweisen kann. ADHS hat vielmehr Ähnlichkeit mit Erscheinungen wie Bluthochdruck oder Übergewicht. Wenn man von etwas zu viel hat, wird es kritisch.

 

Wann wird es aber kritisch?

 

Dann, wenn die Symptome zu einer eindeutigen Beeinträchtigung im Leistungs- und Sozialbereich führen.

Wie Krankheit bzw. Störung definiert werden, hat auch etwas mit den gesellschaftlichen Normen zu tun. In unsere Wohlstandsgesellschaft ist jeder, der aus der „Norm“ fällt, schnell ein Außenseiter.

In unserer Gesellschaft reicht es bereits aus, dass man „zu dick“, „zu groß“ oder „zu unsportlich“ ist, um Ausgrenzung zu erfahren. Wie soll es da einem Kind ergehen, dass die Norm des angepassten, stillsitzenden Kindes aufgrund seiner „Störung“ nicht erfüllen kann.

Hier ist Um-Denken erforderlich.

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Im Umgang mit ADHS-Kindern sollte das Motto vielmehr „Fördern statt in Normen pressen“ lauten.

 

So kann ADHS auch durchaus eine interessante „Persönlichkeitsvariante“ sein, die Farbe in das Leben bringt!

Man sollte ganz besonders bei diesen Menschen ihre positiven Seiten in den Vordergrund stellen. So können sie zum Beispiel künstlerisch sehr kreativ sein oder einen großen Ideenreichtum entwickeln. Auch sind sie sehr hilfsbereit und haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Zuweilen sind es auch Querdenker!

Nun sind die meisten Betroffenen aber keine Mozarts, sondern müssen zur Schule oder in den Kindergarten. Sie müssen sich anpassen, zuhören, lernen und still sitzen. Um später ihr Leben bestreiten zu können, müssen sie einen Beruf erlernen, früh aufstehen und sorgfältig und zuverlässig  arbeiten.

 

Warum genau das für ADHS-Kinder so schwierig ist, verstehen wir, wenn wir auf die Symptome  schauen, die zur eindeutigen Diagnose von ADHS erfüllt sein müssen.

 

Die medizinischen Leitsymptome, die bei ADHS erfüllt sein müssen vorausgesetzt werden:

 

Unaufmerksamkeit

  • sind unaufmerksam gegenüber Details
  • können Aufmerksamkeit nicht aufrecht erhalten
  • hören scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird
  • können Erklärungen nicht folgen, Pflichten nicht erfüllen
  • können Aufgaben und Aktivitäten nicht organisieren
  • vermeiden Aufgaben mit geistigem Durchhaltevermögen
  • verlieren häufig wichtige Gegenstände
  • werden häufig von externen Stimuli abgelenkt
  • sind bei alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich

 

Überaktivität

  • fuchteln mit Händen und Füßen, winden sich am Platz
  • stehen vom Platz auf, auch wenn es nicht erlaubt ist
  • laufen häufig herum oder klettern exzessiv
  • sind häufig unnötig laut beim Spielen

 

Impulsivität

  • platzen mit der Antwort vor dem Ende der Frage heraus
  • können nicht warten oder abwarten
  • unterbrechen oder stören andere häufig
  • reden häufig exzessiv

 

Alter

  • Beginn der Störung vor dem 7. Lebensjahr

 

Ausprägung

  • situationsübergreifendes Auftreten der Symptome für mehr als 6 Monate

 

Beeinträchtigung

  • die Symptome verursachen deutliches Leid oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit

(Quelle: Praxishandbuch ADHS, Kriterien gemäß ICD-10)

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Wie schon beschrieben, geht man wie bei vielen anderen psychischen Störungen nicht von einer einzigen Ursache aus. Vielmehr werden genetische, biochemische, neuroanatomische, neurophysiologische und neuropsychologische Faktoren zusammen mit Umweltfaktoren als Entstehungsmodell für ADHS diskutiert.

Vor allem die Dysbalance in den beteiligten Transmittersystemen (Neurotransmitter dienen zur Übermittlung von Informationen in unserem Gehirn) führt mutmaßlich zu der bei ADHS aufkommenden Störung der Selbstregulation.

 

Auch wird bei ADHS eine sehr hohe genetische Beteiligung von über 70% angenommen.

Des Weiteren tritt ADHS familiär gehäuft auf, d.h. Verwandte ersten Grades haben ein doppelt bis achtfach erhöhtes Risiko ebenfalls an ADHS zu erkranken.

Bei der Behandlung von ADHS läuft es häufig neben Verhaltenstherapie auch auf die Einnahme von Medikamenten hinaus.

Es gibt allerdings eine Alternative zur chemisch-synthetischen Droge (Amphetamine), die ich in meiner Praxis den Eltern anbiete, die ihren Kindern keine solche Drogen verabreichen möchten.

Der bekannte Arzt und Buchautor K.D. Runow geht in seinem Buch der Frage „Sind Ritalinkinder von heute die Parkinson Patienten von morgen?“ nach und beleuchtet, was Ritalin im Gehirn überhaupt bewirkt. Dieses Buch kann ich Ihnen nur sehr ans Herz legen. (Buch: Nervenschutz durch Entgiftung ISBN: 3-86516-504-4)

 

Für die Erarbeitung eines Therapiekonzeptes ohne Amphetamine ist es sehr wichtig, sich erst einmal den Hirnstoffwechsel Ihres Kindes näher anzuschauen. Die geschieht mittels eines sogenannten Neurostress-Tests. Hierdurch kann man sehen, ob ein Ungleichgewicht zwischen den Neurotransmittern besteht. Falls dieses durch den Neurostress-Test nachgewiesen werden kann, verordne ich in einem solchen Fall, individuell auf das Neurostressprofil angepasst, Aminosäuren und Vitalstoffe, um die Defizite zu beseitigen.

 

Des Weiteren rate ich auch immer zu einer Ernährungsumstellung. Es ist sinnvoll, darauf zu achten, keine Lebensmittel zu sich zu nehmen, in denen E-Stoffe oder Glutamat enthalten sind. Glutamat ist wichtiger erregender Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. In Maßen ist er wichtig für unsere Kommunikation, Bewegung und Gedächtnis.

Ebenfalls sollte auch auf Aspartat, das ebenfalls eine erregende Wirkung als Neurotransmitter hat, verzichtet werden. Diesen können Sie in vielen Light Produkten oder auch Getränken mit Süßstoffen finden.

 

„Ironischerweise sind Glutamat und Aspartat zugleich die stärksten […] Erreger-Toxine […], welche mit speziellen neuronalen Glutamin Rezeptoren in Hirn und Rückenmark in einer Weise reagieren können, die Zellschäden hervorruft. Diese Reaktionen sind vermutlich die Ursache neurodegenerativer Erkrankungen […] und werden mit […] Migräne und Konzentrationsstörungen, Verlust von Gedächtnis und Intellekt in Zusammenhang gebracht.“ (Quelle: ZfN, Rosler 23.6.2004).

 

Besonders in Fertiggerichten aus dem Supermarkt finden Sie sehr hohe Glutamat Werte, sowie z.B. Fertig-Soßen, Suppen-Terrinen, Soßen- und Suppenpulver, Fertig-Salatsoßen, Chips und auch Wurst.

 

Der Geschmacksverstärker Natrium-Glutamat (E621 bis E625) ist auch enthalten in Additiva wie:

  • hydrolysierte Pflanzenproteine
  • Kasein- Hydolysat
  • natürliches Aroma
  • Hefe-Extrakt (getarnt in Bio Erzeugnissen bis zu 5% )
  • Würze
  • Gewürze
  • Carrageen (Gelier- und Verdickungsmittel)
  • Maltodextrin
  • Weizenprotein
  • Trockenmilcherzeugnis

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Sie möchten wissen, ob Ihr Kind (oder auch Sie selbst) AD(H)S hat?

Hier finden Sie im Internet einen Test zur ersten Orientierung , mit dem Sie Ihr Kind auf AD(H)S testen können.

http://www.ads-adhsfundgrube.de/index.php?siteToLoad=2_2_Test1

 

 

Ich biete in meiner Praxis zur Abklärung folgende Tests an:

  • Neurostress-Profil
  • Kryptopyrrolurie (KPU) (Hämstoffwechsel Störung)
  • Mineralstoff Profil
  • Test zur Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen
  • Feststellen von Schwermetallintoxikationen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

Das Spektrum der Tests, das mir an dieser Stelle zur Verfügung steht, nutze ich, um sicherzugehen,

  • dass sich hinter einer vermeintlichen AD(H)S-Störung nicht vielleicht etwas ganz anderes verbirgt,
  • dass Eltern und Kinder, die mir ADHS konfrontiert sind, von mir eine fundierte Diagnostik und vielmehr noch eine passende und individuelle Therapie bekommen.

 

 

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Borreliose - oder "Der Feind vor meiner Haustür"?

 

Der Sommer ist eine Zeit, in der sich viele gerne draußen aufhalten und die Natur genießen, sei es beim Wandern, bei Spaziergängen im Wald oder auch der Pflege des eigenen Gartens.

 

Aber Sommerzeit ist auch Zeckenzeit!? - Dann werden Zecken richtig aktiv.

Und auch wenn diese Parasiten, die sich vom Blut anderer ernähren, sicherlich ihre Aufgabe im Ökosystem unserer Natur haben, sind sie alles andere als beliebt – und das aus gutem Grund.

Denn die häufigste durch Zecken auf den Menschen übertragene Erkrankung ist die Borreliose, die auch Lyme-Borreliose genannt wird, und eine sehr ernste Multisystemerkrankung darstellt.

Aber wer sind diese Tiere überhaupt, die als Überträger der Lyme-Borreliose zu fungieren?

 

Die Zecke – der gemeine Holzbock

 

Weltweit gibt es ca. 650 Zeckenarten und hierzulande ist der Gemeine Holzbock die wohl bekannteste und häufigste Art.

Zecken sind mit den Milben verwandt und sind ca. 1-4 mm lang. Haben sie auf ihrem Wirt eine Blutmahlzeit eingenommen, können sie durchaus linsen- bis kaffeebohnengroß werden.

Sie leben bevorzugt im feuchten, schattigen Gebüsch oder Gras. Das Sonnenlicht sowie große Kälte oder Hitze mögen sie nicht. Allerdings sind sie in der Lage, unter Wasser und in der Tiefkühltruhe zu überleben. Auch bedarf es schon Temperaturen von über 60°C, um diese Tieren unschädlich zu machen. Sie fallen auch nicht von oben auf ihre Opfer herab, sondern sie halten sich vielmehr im Gras oder an Sträuchern auf und lassen sich abstreifen, um anschließend an ihrem Wirt hinaufzuklettern, bis sie eine geeignete Stelle für ihren Stich finden. Sie können durchaus eine Höhe von ca. 1,50 m erklimmen. Auf ihre Beute aufmerksam werden diese kleinen Blutsauger mittels besonderer Wahrnehmungsorgane an ihren Beinen, mit denen sie Erschütterungen oder den Geruch z.B. der Menschen (Ausdünstungen wie Schweiß oder Atem) registrieren. Besonders gerne mögen sie Menschen mit Übersäuerung oder auch solche, die unter Stress stehen.

 

Sommerzeit ist Zeckenzeit? Leider führt der Klimawandel mit Erwärmung der Erdatmosphäre zwangsläufig dazu, dass sich die aktive Phase (Wirtssuche) der Zecken verlängert. Von Zecken übertragene Infektionen sind deshalb inzwischen sowohl im Spätherbst als auch bei milden Temperaturen im Winter möglich.

 

Wie können wir uns schützen?

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Zunächst einmal ist es mir wichtig, dass durch die Darstellung der Borreliose nun niemand auf einen wunderschönen Waldspaziergang verzichtet. Versuchen Sie einfach aufmerksam zu sein. Lange, helle Kleidung ist empfehlenswert, Hosenbeine sollten in die Socken gesteckt werden, und suchen Sie Ihren Körper, nachdem Sie in der Natur waren, einfach auf Zecken ab.

Falls es dann doch einmal so ist, dass eine Zecke Sie gestochen hat, bewahren Sie die Ruhe und versuchen Sie, die Zecke mittels einer Zeckenzange oder -karte komplett zu entfernen, indem Sie sie nach oben heraus ziehen und nicht drehen.

Da nicht jede Zecke infiziert ist, sollten Sie die Einstichstelle in den nächsten Wochen beobachten. Falls sich ein roter Hof um die Einstichstelle bildet oder sich bei Ihnen ein grippaler Infekt mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber bemerkbar macht, suchen sie bitte sofort einen Arzt auf.

 

Der Weg der Borreliose zum Menschen

 

Aus den Eiern geschlüpft, finden sich zunächst sogenannte Zeckenlarven. Aus diesen reifen dann die Zeckennymphen heran, die sich später zu den erwachsenen, geschlechtsreifen Tieren entwickeln.

Die Eier einer Zecke und die daraus schlüpfenden, winzigen Larven, deren Größe weniger als einen Millimeter beträgt, können bereits mit Erregern infiziert sein, sofern die Mutterzecke selber infiziert war und diese auf ihre Brut übertragen hat.

Sowohl die Zeckenlarven wie auch die späteren Zeckennymphen befallen nun für eine Blutmahlzeit vor allem Mäuse oder andere Kleintiere, ggf. aber auch Menschen. Und genau hier sitzt der Erreger der Lyme-Borreliose – in kleinen Nagetieren.

Der Erreger der Lyme-Borreliose, die Borrelien, merken sofort, wenn eine Zeckenlarve an ihrem Wirt saugt. Dann wandern die Borrelien in Richtung Einstichstelle, um dort die Zeckenlarve oder -nymphe zu infizieren und sich in deren Darm niederzulassen.

Man geht davon aus, dass ca. 1 Prozent der Zeckenlarven und ca. 10 Prozent der Zeckennymphen infiziert sind. Die erwachsenen Zecken dagegen bringen es auf eine Verseuchung von bis zu 20 Prozent mit Borrelien und 1,5 Prozent mit dem FSME-Virus.

Eine erwachsene Zecke schließlich sticht bevorzugt den Menschen oder größere Tiere, um eine letzte Blutmahlzeit zu bekommen, die dann dazu dient, neue Eier zu produzieren.

Zunächst suchen die Zecken ihre Einstichstelle mit größter Sorgfalt aus - je mehr die Stelle durchblutet ist, desto besser ist sie für die Zwecke der Zecke geeignet.

Je länger die Zecke dann Zeit hat zu saugen, umso mehr Borrelien können auf den neuen Wirt übergehen. Der Befallene selber merkt vom Einstich nichts, da der Speichel der Zecke mit schmerz- und gerinnungshemmenden Substanzen versetzt ist.

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Die Zecke kann eine Vielzahl von Erkrankungen übertragen, wie zum Beispiel das Rückfallfieber, die Babesiose oder das Fleckfieber. Die zwei wohl bekanntesten Erkrankungen, die durch Zecken weitergegeben werden, sind die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Lyme-Borreliose.

FSME

Bei der FSME handelt es sich um einen Virus, der zunächst grippeähnliche Symptome auslösen kann. Daraus entwickelt sich möglicherweise in einigen Fällen eine Hirnhautentzündung, die dann auf das Gehirn selber übergreifen kann. Gegen das FSME-Virus gibt es eine Impfung, die aber nur vor FSME aber nicht vor Borreliose schützt.

 

Lyme-Borreliose – der Erreger „Borrelia burgdorferi“

 

Bei dem Erreger der Lyme-Borreliose, der „Borrelia burgdorferi“, der seinen Namen nach dem Bakteriologen Willy Burgdorfer erhalten hat, handelt es sich um ein Bakterium, das mit dem Syphilis-Erreger verwandt ist. Borrelien sind wahre „Versteckungskünstler“. Sie lassen sich im Labor kaum anzüchten und daher auch nur schwer untersuchen. Auf ihren Zellwänden befindet sich eine schleimige Schicht von Oberflächenproteinen, welche sie vor den Angriffen unserer T-Zellen (bestimmte Zellgruppe unseres Immunsystems) schützt.

Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte im Körper sind Knorpel, Narbengewebe, Nerven, Endothelzellen oder sogar die Augenflüssigkeit. Deswegen sind sie im Serum oft nicht nachweisbar.

 

Borrelien haben die Fähigkeit, sich an verschiedenste Umweltfaktoren anzupassen. So wechseln sie ihre Form, um bei Temperatur- oder pH-Wert-Schwankungen überleben zu können, und wenn sie mit Antibiotika bombardiert werden, geben sie ihre normale spiralförmige Form auf und bilden eine Kugel. Diese Veränderungen sind die perfekte Tarnung, um vor den Angriffen unseres Immunsystems sicher zu sein und in diesen Zuständen können sie so lange verharren, bis das Milieu um sie herum wieder für sie optimal ist.

Borrelien docken sowohl an Körperzellen wie auch an Abwehrzellen an und fressen Löcher in die Zellwände, um anschließend den Zellkern abzutöten. Die Hülle der körpereigenen Zelle nutzen sie anschließend als Schutzschild. Denn im Innern der befallenen Zelle kopieren sich die Borrelien selber und schicken Splitter von sich selbst, sogenannte Blebs, in den Organismus. Dadurch wird das Immunsystem derart durcheinander gebracht, dass es nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Wenn jedoch das Immunsystem den Erreger erkennt, kann es allerdings passieren, dass sich die Immunreaktion nicht nur gegen körperfremdes sondern auch gegen körpereigenes Gewebe richtet. In diesem Fall kommt es dann zu einer Autoimmunreaktion.

Allerdings werden einige Symptome einer Borreliose nicht ausschließlich durch den Erreger selber ausgelöst. Borrelien scheiden während ihrer Lebenszeit sogenannte Neurotoxine aus, die sich in den Geweben, z.B Nerven oder Gelenke, anreichern und dort zu Beschwerden führen können.

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Lyme-Borreliose – der Verlauf und ihre Symptome

 

Die Lyme-Borreliose verläuft in mehreren Stadien. Es kann dabei von Stadium zu Stadium zu einer Verstärkung der schon vorhandenen Symptome kommen und/oder können weitere Bereiche des Körpers befallen werden, die dann zu neuen Symptomen führen.

Je früher jedoch eine Borreliose erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

 

Im 1. Stadium nach einem Zeckenstich kommt es, wenn der Erreger tatsächlich übertragen wurde, in 80% der Fälle innerhalb von Tagen bis Wochen zur sogenannten Wanderröte (Erythema chronicum migrans). Hierbei handelt es sich um eine Hautrötung rund um die Stichstelle, die langsam größer wird und einen Saum um die Stichstelle bildet. Hinzukommen können Kopf- und Gliederschmerzen wie bei einer Grippe, sowie Fieber.

 

Während des 2. Stadiums gelangen die Erreger nun innerhalb von Wochen bis Monaten ins Blut und erreichen so sämtliche Organe. Je nachdem, wo sie sich dann festsetzen, kann es zu den verschiedensten Symptomen kommen. Deswegen wird die Borreliose auch das Chamäleon unter den Erkrankungen genannt.

Das Bakterium befällt gerne die Nerven und Nervenwurzeln. Hierdurch kann es zu Lähmungen, brennenden Schmerzen und Gefühlsverlusten in den betroffenen Hautarealen kommen. Aber auch das Herz und die Gelenke sind häufig das Ziel des Erregers der Lyme-Borreliose, was zu Entzündungen des Herzens bis hin zum AV-Block (Leitungsstörung des Herzens) führen kann. Bei Kindern befallen die Borrelien sehr oft das Gehirn, wodurch es zu einer Neuroborreliose kommt, die sich u.a. in Hirnhautentzündungen, Lähmungen im Gesicht oder auch Missempfindungen äußert.

 

Das 3. Stadium bricht nach Monaten bis Jahren aus. Es können dann Symptome der sogenannten Lyme-Arthritis hinzukommen. Dabei handelt es sich um schubweise auftretende Entzündungen in den Gelenken, wobei bevorzugt die Knie betroffen sind. Es treten dann Schwellung, Rötung und Überwärmung auf, die sich unter Bewegung verstärken. Bei jeder Entzündung, die einen Schub auslöst, werden Gelenkstrukturen zerstört, wodurch das Gelenk zunehmend steifer und eingeschränkter wird.

Am Herzen können sich nun durch die permanenten Entzündungen signifikante Veränderungen des Herzschlages sowie Herzrhythmusstörungen ergeben. Patienten erleben dieses oft durch sogenanntes Herzstolpern oder eine geringe körperliche Belastbarkeit. Bei einer Schädigung des Gehirns, die auch schon im 2. Stadium auftreten kann, sind ein Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit, Lähmungen und Koordinationsstörungen möglich.

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Eine seltene Spätfolge der Lyme-Borreliose ist die sogenannte Acrodermatitis (chronica atrophicans). Dabei handelt es sich um eine Hauterscheinung an den Extremitäten, bei der sich die Haut livide (bläulich) verfärbt und Schwellungen auftreten. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer sogenannten Zigarettenpapierhaut, die sich mit livider, fleckiger oder flächenhaften Verfärbung zeigt.

 

Wie wird eine sichere Diagnose gestellt?

 

In der sehr frühen Phase einer Borreliose kann sich die Diagnose möglicherweise zunächst eher auf die Beurteilung der klinischen Kriterien stützen, da eine Blutuntersuchung noch keine eindeutige Beurteilung erlaubt.

Dies liegt zum einen daran, dass die krankheitsspezifischen Antikörper erst bis zu acht Wochen nach der Infektion nachgewiesen werden können. Zum anderen muss man bedenken, dass es Erkrankungen mit symptomatischem Verlauf gibt, die sich aber im Blutbild nicht eindeutig beurteilen lassen.

 

Darüber hinaus kann ein positiver Nachweis von borrelienspezifischen Antikörpern nur zeigen, dass eine Infektion mit Borrelien stattgefunden hat. Es ist dadurch aber nicht festzustellen, wann die Infektion stattgefunden hat, ob die Infektion noch aktiv ist und ob der Erreger ggf. durch das Immunsystem oder eine erfolgreiche Therapie bereits vernichtet wurde.

Hinzu kommt, dass die serologischen Testmethoden auf Antikörper wegen des Variantenreichtums der Borrelien bis jetzt nicht ausreichend standardisiert wurden und die Beurteilung der Ergebnisse viel Erfahrung des durchführenden Labors erfordert.

 

Um diese möglichen Probleme zu minimieren, arbeite ich in meiner Praxis mit dem Lymphozytentransformationstest auf Borrelien (LTT-Borrelien). Dabei wird die zelluläre Immunantwort von im Blut zirkulierenden Lymphozyten auf Borrelienproteine nachgewiesen. Der Test fällt dann positiv aus, wenn borrelienspezifische T-Lymphozyten (spezielle Zellen unseres Immunsystems) im Blut des Patienten gefunden werden. Die Anwesenheit dieser T-Lymphozyten weist darauf hin, dass das Immunsystem zum Zeitpunkt der Blutabnahme in einer immunologischen Auseinandersetzung mit dem Erreger befindet.

 

Was kann man tun?

 

Erfolgt daraufhin eine effektive antibiotische Behandlung, wird der LTT-Borrelien ca. 4 bis 6 Wochen nach der Therapie erneut durchgeführt und überwiegend negativ ausfallen bzw. zumindest einen signifikanten Rückgang des Stimulationsquotienten (SI- Werte) zeigen. Das Ergebnis des LTT-Borrelien gibt damit dem Behandler einen Hinweis über die Effektivität der antibiotischen Therapie bei dem jeweiligen Patienten. An dieser Stelle möchte ich noch einmal besonders darauf hinweisen, dass die Gabe von Antibiotika ausschließlich in die Hände eines Arztes gehört.

 

Allerdings ist es bei der Behandlung einer Borreliose keinesfalls ausreichend, nur den Erreger zu bekämpfen. Borrelien scheiden nicht nur während ihrer Lebenszeit Neurotoxine aus. Im Verlauf der antibiotischen Behandlung einer Borreliose werden durch die untergehenden Borrelien ebenfalls Neurotoxine freigesetzt. Damit diese den Körper nicht noch zusätzlich belasten, begleite ich eine Antibiotika-Therapie indem ich bei meinen Patienten diese Toxine mit geeigneten Verfahren ausleite. Die Ausleitung der Neurotoxine kann auch im Falle einer bereits chronischen Borreliose als sinnvolle Behandlung in Frage kommen.

 

Darüber hinaus ist es von großer Wichtigkeit, das Immunsystem nach einer Behandlung mit Antibiotika wieder zu stärken. Hierzu stehen einige Laboruntersuchgen zu Verfügung, die die Schwachstellen des Immunsystems aufdecken und dabei helfen, eine gezielte Stabilisierung des Immunsystem durchzuführen.

 

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Candida:

 

Was ist Candida?

 

In der Natur vorkommender Candida Albicans ist ein harmloser Hefepilz der die häufigste Erregerursache von „Candidose“ darstellt. Der Pilz kommt bei Menschen häufig auf den Schleimhäuten im Mund, Rachen oder Darm vor, aber auch im Genitalbereich ist er nicht unüblich. Weitere Orte für Candida-Pilze sind zwischen den Fingern und Zehen, sowie unter Fuß- und Zehennägeln. Der Hefepilz dringt über die Blutgefäße ein, breitet sich im ganzen Körper aus und kann dann Organe befallen. Besonders gerne sucht sich der Pilz Menschen mit geschwächter Immunabwehr, zum Beispiel Diabetes-, Krebs- oder AIDS-Patienten, oder Menschen mit geschwächter oder zerstörter Hautbarriere. In selteneren Fällen bedienen sich Candida-Hefen Mechanismen mit denen sie die Immunabwehr zerstören oder unterwandern können.

 

Die dabei entstehenden Symptome können sehr vielschichtig sein, einige davon sind :

  • Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Empfindliche bis brennende Stellen am Körper
  • Fußpilz, Ekzeme (rote, juckende Flecken auf der Haut)
  • Magen- oder Darmbeschwerden (Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung)
  • Lebensmittelintoleranzen (Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit, etc.)
  • Allergien (Heuschnupfen, eine chronisch verstopfte Nase)
  • Gelenkbeschwerden
  • Weißer Ausfluss, brennen beim Wasserlassen, vaginaler Juckreiz

 

Bei rund 60% der unter diesen Symptomen leidenden Menschen lässt sich eine Candida nachweisen. Bei vielen Menschen liegt Candida aber auch inaktiv vor und spielt eine eher unauffällige Rolle. Der von mir erbrachte Nachweis erfolgt über eine spezielle immunologische Stuhluntersuchung oder über verschiedene Immuntests. Dadurch wird offensichtlich ob eine invasive (eingedrungene) oder systemische (schon vorliegende) Candida vorliegt.

Weitere Informationen zum Thema Candida finden sie auf folgender Internetseite : www.candida-info.de


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Darmsanierung:

 

Was ist eigentlich damit gemeint?

 

Die Darmschleimhaut ist mit einer Größe von ca. 400 qm die größte Kontaktfläche unseres Körpers zur Umwelt.

Ihre natürliche Aufgabe ist nicht nur die Verdauung, über die viele bekanntermaßen nicht so gerne sprechen, sondern auch die effektive Trennung von Freund und Feind, also körpereigenen und körperfremden Strukturen. Leider gehen diese Funktionen unseres Darms in unserer heutigen Zeit aus den verschiedensten Gründen oftmals verloren.

 

Bereits in der Antike war bekannt, dass „der Tod im Darm sitzt“ und so lehrte schon Hippokrates seine Patienten und Schüler, sich gesund zu ernähren.

Viele Patienten klagen heute über Verstopfung, Blähungen, Durchfälle, Müdigkeit, Hautirritationen und Konzentrationsschwäche.

Ein optimal funktionierender Darm arbeitet allerdings nicht nur still und unbemerkt, sondern trägt auch wesentlich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit bei. Er ist eine unentbehrliche Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit aller anderen Organe und Systeme unseres Körpers sowie der körpereigenen Reparaturmechanismen.

 

Während in der Antike der Fokus noch auf der „günstigen Ernährungsweise zu Heilzwecken“ lag, basieren heutige Darmsanierungen auf vier Säulen:

  • ausgeglichene Ernährung
  • regelmäßige Entleerung
  • vollständige Verdauung
  • sowie Behandlung von Entzündungen, Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten.

 

Eine Indikation zur Darmsanierung ergibt sich daher bei allen Störungen dieses komplexen Ökosystems, hervorgerufen durch einseitige Ernährung, Abwehrschwäche, Entzündungen oder auch Umweltbelastungen.

 

Um eine optimale Darmsanierung durchzuführen, braucht es eine gute Stuhldiagnostik!

 

Eine moderne Stuhldiagnostik im Speziallabor ist die beste Voraussetzung gezielter, erfolgreicher Darmsanierung. Sie umfasst eine Vielzahl von wichtigen Parametern, um zu erkennen, wo die Störquellen sitzen.

 

Analysiert werden

  • alle bedeutsamen Bakterien und Pilze,
  • Verdauungsrückstände wie Fett, Eiweiß, Wasser, Zucker, Ballaststoffe, sowie
  • die Verdauungsenzyme von Galle und Bauchspeicheldrüse

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So kann zum Beispiel die lokale Körperabwehr des Darms  über die Parameter sekretorisches IgA und Defensin bestimmt werden und mit Histamin ein Parameter ermittelt werden, der eine Nahrungsmittelunverträglichkeit anzeigt. Nicht zu vergessen gibt uns das Zonulin im Stuhl an, ob es sich um ein Leaky Gut Syndrom (Durchlässigkeit des Darms) handelt.

 

Nach dieser gründlichen Bestandsaufnahme fängt die Sanierung an.

Das Verhältnis der im Darm lebenden Bakterien muss wieder in Balance gebracht werden. Dazu gilt es, den entarteten Teil der Darmflora zu eliminieren. Dies ist ein überaus wichtiger Schritt, da falsch besiedelte Bakterien erhebliche Fäulniss- und Gärungsvorgänge verursachen können.

Daher werden zunächst spezielle Medikamente eingesetzt, die die Entzündungen im Verdauungstrakt bekämpfen um so für die „richtigen“ Bakterien wieder einen Lebensraum zu schaffen.

Anschließend führt man wichtige Bakterienstämme zu,  so dass eine ausgewogene Zusammensetzung des Darmmilieus und die Normalisierung des Verdauungsvorgangs erreicht werden kann.

 

Es liegt viel an uns und unseren Lebensgewohnheiten, ob wir eine intakte Darmflora haben oder nicht. Häufig stellen wir unseren Darm jeden Tag durch reichliches oder zu schnelles Essen, durch ungünstige Trinkgewohnheiten vor schwierige Herausforderungen.

Deswegen ist es umso wichtiger in der heutigen Zeit, unabhängig ob nach einer Darmsanierung oder nicht, sich viel zu bewegen sowie ausreichend Flüssigkeit und Ballaststoffe zu sich zu nehmen.



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Decoder-Dermographie

 

Die Decoder-Dermographie ist ein relativ altes Verfahren, welches nur noch wenige Ärzte und Heilpraktiker nutzen. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um ein bioelektrisches Messverfahren bei welchem am ganzen Körper eine Regulationsmessung über die Haut durchgeführt wird. Der Patient wird dabei über sechs Elektroden mit einer Impulsquelle verbunden und einem sehr geringen Reizstrom mit einer Frequenz von zehn Hertz ausgesetzt. Dieser Reizstrom wird vom Patienten nicht wahrgenommen, da es sich um sehr kleine Spannungen und Stromstärken handelt. Jedoch reagiert der Organismus an verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen messbaren Widerständen auf diese Reize welche dann vom Decoder ausgewertet werden. Die gesamte Untersuchung dauert etwa zehn bis 15 Minuten.

Die dabei entstehenden Messwerte reichen von „hypoerg“ (geringer Widerstand) bis „hypererg“ (starker Widerstand) und vermitteln einen ersten Eindruck über den energetischen Zustand des Patienten. Anschließend kann abgelesen werden ob und wo der Patient Blockaden aufweist, welche auf Allergien, Stress, Abwehrschwächen oder aber auf Herdbelastung und Störfelder zurückzuführen sind.

Diese Art der Diagnostik wird bei jedem meiner neuen Patienten angewendet, um mir einen ersten Teileindruck über den Gesundheitszustand zu verschaffen. Desweiteren werden Kontrolltermine vereinbart um erkennen zu können, inwiefern eine durchgeführte Therapie angeschlagen hat. Wichtig ist, dass der Decoder keine Diagnosen stellt, sondern lediglich die Regulationsfähigkeit eines Patienten beurteilt.

 

Beispiel einer Decoder-Dermographie

 

 

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Das Epstein-Barr-Virus:

 

Das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Humane Herpesvirus 4 (HHV4) aus der Familie der Herpesviren, ist der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers, das auch infektiöse Mononukleose genannt wird. Eine Erkrankung durch dieses Virus, das nach seinen Entdeckern Michael Epstein und Yvonne Barr benannt wurde, kann sowohl in einer akuten Verlaufsform wie auch in einer chronisch, latent verlaufenden Form auftreten.

Eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, das weltweit vorkommt, erfolgt oft bereits im Kindesalter, aber eher noch im Jugendlichen- bzw. jungen Erwachsenenalter. Das liegt daran, dass das Epstein-Barr-Virus bei bereits infizierten Menschen vor allen Dingen im Speichel vorkommt und somit leicht durch direkten Kontakt wie z.B. Küssen übertragen werden kann. Dies bezeichnet man als Tröpfcheninfektion (feine Sekrettröpfchen, die übertragen werden, z.B. auch beim Niesen), wobei auch die sogenannte Schmierinfektion (Gegenstände, die z.B. mit Speichel benetzt sind und weitergegeben werden) als ein weiterer Weg zur Infektion möglich ist.

 

Während bei Kindern im Falle einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus in der Regel nur selten ausgeprägte Symptome auftreten, kommt es bei Jugendlichen oder Erwachsenen, die sich infizieren, in etwa 30-60% der Fälle zum akuten Ausbruch des Pfeiffer-Drüsenfiebers.

Man geht darüber hinaus auch davon aus, dass ab dem 40. Lebensjahr ca. 98% der Menschen das Epstein-Barr-Virus in sich tragen.

 

Eine Eigenschaft, die alle Viren aus der Herpes-Familie haben, ist, dass sie, einmal im menschlichen Körper aufgenommen, für den Rest des Lebens in ihm persistieren und immer wieder aktiv werden können. Und dies geschieht ganz unabhängig davon, ob eine Infektion mit z.B. dem Epstein-Barr-Virus still oder mit Symptomen verlaufen ist.

 

Unter normalen Bedingungen kann das Immunsystem den Erreger mühelos in Schach halten und kontrollieren. Das Virus nistet sich aber bevorzugt in den B-Lymphozyten, Zellen unseres Immunsystems, ein und kann sich so dem Zugriff der eigenen Körperabwehr entziehen.

Gelingt es dem Immunsystem nicht, das Epstein-Barr-Virus abzuwehren oder inaktiv zu halten, kann es bei einer akuten Infektion zu typischen Symptomen kommen:

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • teils hohes Fieber
  • geschwollene Mandeln mit weiß-grauen Belägen
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Lymphknotenschwellung, vor allem im Kopfbereich
  • eine geschwollene Milz

 

Doch seltener sind es die akuten Fälle von EBV, die den Weg zu mir in die Praxis finden.

Vielmehr sind es Patienten, die unter diffusen Beschwerden leiden, die zunächst vielleicht überhaupt nicht mit einer Infektion durch das Epstein-Barr-Virus in Verbindung gebracht wurden.

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Wie kann das sein?

 

Das Epstein-Barr-Virus ist einer der Erreger, der neben zwei weiteren Viren aus der Herpes-Familie im Rahmen einer „Chronischen Multiinfektion“ als Verursacher des „Chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS = chronic fatique syndrome)“ gilt.

Hierbei geht man davon aus, dass es u.a. durch eine permanente Aktivierung des Immunsystems in Verbindung mit z.B. Stress zur verstärkten Schwächung des Körpers kommt.

Dann finden wir genau diesen latenten, chronischen Verlauf, der sich in vielschichtigen und unterschiedlichsten Beschwerden äußern kann:

  • chron. Müdigkeit und Erschöpfung (auch trotz vermeintlich ausreichend Schlaf)
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • subfebrile (leicht erhöhte) Temperatur
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Nervenschmerzen
  • Leberfunktionsstörungen mit erhöhten Leberwerten
  • Milzvergrößerung
  • Lymphknotenschwellung
  • geschwollene Tonsillen (Mandeln)
  • Rheumaähnliche Beschwerden

 

Auffällig ist, dass diese Krankheitsbilder immer weiter auf dem Vormarsch sind.

 

Daher geht man heute davon aus, dass die Zunahme der chronischen Symptomatik des Epstein-Barr-Virus auch durch verschiedene andere Faktoren begünstigt wird.

So werden in diesem Zusammenhang oft negative Umwelteinflüsse wie Stress, Schwermetalle, Ernährung und Umweltgifte diskutiert. Aber auch bei Patienten, bei denen aus unterschiedlichsten Gründen, z.B. einer HIV-Erkrankung oder nach einer Organtransplantationen, eine Immunsuppression (ein durch Medikamente gedämpftes Immunsystem) besteht, kann das Epstein-Barr-Virus ungehemmt aktiv sein und im ungünstigsten Fall auch zur Entstehung von verschiedenen seltenen Krebsarten führen.

Auch erhärtet sich durch neuere Forschungsergebnisse immer mehr der Verdacht, dass EBV eine Vielzahl von Autoimmunerkrankungen auslösen kann, wie zum Beispiel rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose.

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Wie bekomme ich nun eine belastbare Diagnose?

 

Bei einem Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Epstein-Barr-Virus helfen die Symptome, außer es handelt sich um einen akuten Verlauf aus dem Lehrbuch, oft nicht ausreichend weiter. Um eine Diagnose zu stellen, die dem Patienten wirklich weiterhilft, reicht es aber auch nicht aus, einfach nur die Antikörper (IgA, IgM, IgG) im Blut zu bestimmen.

Durch die Bestimmung der Antikörper kann lediglich festgestellt werden, ob der Patient jemals Kontakt mit diesem Virus gehabt hat. Dies macht aber noch keine Aussagen darüber möglich, ob das Virus noch persistiert oder gar latent aktiv ist.

Auch die Erhöhung der Lymphozyten (Gruppe der weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr wichtig sind), die man typischerweise bei einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus im Blut findet, ist kein ein sicheres Kriterium für eine latent aktive Erkrankung mit dem EBV.

Um also genau diesen Fragestellungen „ EBV aktiv oder nicht aktiv - Immunsystem belastet oder nicht?“ gerecht zu werden, lasse ich den Nachweis über eine Erkrankung mit dem Epstein-Barr-Virus durch einen modernen „EBV-spezifischen Lymphozytentransformationstest“ bestimmen. Mit diesem Test lässt sich nicht nur der Nachweis erbringen, ob das Virus bei Ihnen noch aktiv ist, sondern ich nutze diesen Test auch für die Verlaufskontrolle. Denn dieser Test zeigt zuverlässig, wie der Wert unter der erfolgreichen Therapie sinkt.

 

Vielleicht waren Sie aber bereits in Behandlung wegen einer Erkrankung mit dem Epstein-Barr-Virus, haben ggf. auch Antibiotika erhalten und wundern sich, warum die Erkrankung trotzdem nicht ausgeheilt ist.

Zum einen sollte eine Mononukleose nicht mit Antibiotika behandelt werden – es ist vielmehr sogar kontraindiziert, da es durch Antibiotika ggf. zu schweren Hautreaktionen kommen kann -, zum anderen muss man bedenken, dass ein Antibiotikum ausschließlich gegen Bakterien hilft.

 

Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, im Immunsystem selber auf Ursachenforschung zu gehen. Um sich ein umfassendes Bild vom Status Ihres Immunsystems zu machen, stehen mehrere Tests zur Verfügung.

In der Regel bestimme ich zunächst ein großes Blutbild und einen großen Immunstatus, der Auskunft über die zahlenmäßige Verteilung aller an der Immunabwehr beteiligten Zellen gibt.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, die sog. „Th1/Th2-Balance“ zu untersuchen. Th1 und Th2 sind Zellen des Abwehrsystems, die für die Immunabwehr unentbehrliche Stoffe, sogenannte Zytokine, produzieren und die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen sollten. Gerät dieses Gleichgewicht langfristig durcheinander, so kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.

Dazu schaue ich noch nach, wie viele sogenannte Natürliche Killerzellen, die speziell für die Abwehr von Viren zuständig sind, in Ihrem Immunsystem vorhanden sind.

Mittels eines Stuhltests können wir dann auch feststellen, wie ausgewogen Ihre Darmflora sich darstellt, da diese ebenfalls einen sehr großen Anteil an einer gut funktionierenden Immunabwehr hat.

Sollte als Antreiber für Ihre chronische Epstein-Barr-Virus Erkrankung eine mögliche Schwermetallbelastungen in Frage kommen, so bietet sich hier an, diese Schwermetallbelastungen über einen Provokationstest mit Chelatoren herausfinden.

 

Nach meiner umfassenden Diagnostik werde ich Ihnen dann eine maßgeschneiderte Therapie anbieten. Hier kommen ggf. eine Mikroimmuntherapie in Frage, aber auch die Unterstützung des Immunsystems mit Mikronährstoffen oder eine Behandlung zur Immunmodulation sind denkbar. Das entscheide ich ganz individuell anhand Ihrer Diagnoseergebnisse.

 

Durch meine intensive Mitarbeit im Naturheilzentrum Hollmann unter der Leitung von Thorsten C. Hollmann, der fortlaufend eine ambitionierte Forschung in diesem Bereich betrieben und sehr viele Zytokinmessungen durchgeführt hat, konnte ich intensive Erfahrungen in der Behandlung von Epstein-Barr-Virus Erkrankungen sammeln und lege daher in meiner eigenen Praxis einen ganz besonderen Fokus auf die Behandlung dieser Erkrankung.

 

Ich weiß sicher, dass Sie mit dieser Erkrankung nicht allein sind und auch die Behandlung schwerer Fälle möglich ist.

 

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Die Kryptopyrrolurie (KPU)

 

Kryptopyrrolurie, dabei handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung des sogenannten Häm-Stoffwechsels.

 

Was aber bedeutet dieser schwer aussprechbare Begriff überhaupt?

 

Krypto - Pyrrol – Urie

Krypto heißt „verborgen“ oder „nicht sichtbar“.

Pyrrole sind Verbindungen, die für die Synthese von bestimmten Stoffen in unserem Organismus unabdingbar sind. So sind sie für die Bildung von Häm immens wichtig. Häm ist u.a. Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und sorgt dafür, dass der Sauerstoff, den wir einatmen, auch zu den Zellen transportiert wird. Darüber hinaus findet man Häm v. a. in der Leber, wo es maßgeblich an den dort stattfindenden Entgiftungsvorgängen beteiligt ist. Verbrauchte Pyrrole werden normalerweise mit Hilfe des Gallensafts über den Stuhl ausgeschieden.

Urie bedeutet, dass etwas mit dem Urin ausgeschieden wird.

 

Setzt man diese Erklärungen nun einfach wieder zusammen, kommt man auf das Störungsbild der Kryptopyrrolurie, das somit bedeutet, dass nicht sichtbare Pyrrole mit dem Urin ausgeschieden werden.

 

Wie kommen nun diese Pyrrole in den Urin?

 

Kommt es zu einer Störung dieser Häm-Synthese, fallen vermehrt Pyrrole an, die dann nicht mehr ausschließlich über den Stuhl ausgeschieden werden können. Da Pyrrole giftig sind und der Körper diese somit unbedingt ausscheiden muss, hilft er sich in einem solchen Fall, indem er die überschüssigen Pyrrole zunächst an das Blut abgibt und anschließend über die Nieren und folglich über den Urin ausscheidet. Hierdurch kommt es zu der unnatürlich hohen Ausscheidung von Pyrrolen über den Urin.

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Was ist das Problem daran?

 

Um nicht mehr giftig zu sein und vom Körper entsorgt werden zu können, benötigen Pyrrole „Taxis“, an die sie sich anheften können. Unglücklicherweise sind diese Taxis einige unserer lebenswichtigen Mineral- und Vitalstoffe. So binden Pyrrole z. B. bevorzugt an Vitamin B6, Mangan, Chrom oder auch Zink, um anschließend gemeinsam mit diesen Mineralstoffen über den Urin den Körper zu verlassen. Der Körper gerät so unbemerkt in einen Mangelzustand.

Hinzu kommt, dass man auch vermutet, dass Pyrrole sich im Muskelgewebe einlagern können, was zu z.B. Gliederschmerzen oder Symptomen wie bei einer Fibromyalgie führen kann.

 

Zu welchen Beschwerden kann es im Rahmen einer KPU kommen?

 

Diese Erkrankung, bei der es sich streng genommen um eine Stoffwechselstörung handelt, wurde erstmals 1960 von Dr. Dr. Carl Pfeiffer unter der Bezeichnung „Malvaria“ beschrieben. Diese Bezeichnung ist auf den malvenartigen Farbton zurück zu führen, der bei der damaligen Untersuchung entstand, wenn der Urin angefärbt wurde.

 

Ursprünglich kannte man die KPU insbesondere im Zusammenhang mit Schizophrenie. Die betroffenen Patienten litten überdurchschnittlich häufig an KPU. Heute weiß man, dass KPU nicht nur zu sehr unterschiedlichen psychischen Störungen führen kann, sondern es lassen sich auch viele körperliche Beschwerden auf eine KPU zurückführen oder werden von dieser verstärkt.

 

Das eigentliche Problem an dieser Stoffwechselerkrankung ist der kontinuierliche Verlust an Vital- und Mineralstoffen sowie die Einschränkung der körpereigenen Entgiftungsfähigkeit.

 

Man schätzt, dass ungefähr 10% der Bevölkerung davon betroffen sind. Frauen haben dieses Krankheitsbild, das vererbt oder erworben werden kann, häufiger als Männer.

 

Bei den Patienten, die diese Stoffwechselstörung erworben haben, sollte in der Anamnese  zunächst nach Stürzen auf den Kopf in der Vergangenheit , HWS Problematiken, schwierigen Entbindungen als Säugling aber auch auf Schwermetallbelastungen (Quecksilber, Arsen, Aluminium) geschaut werden, da solche Ereignisse sog. nitrosativen Stress begünstigen können.

Im weiteren Gespräch steht folglich der nitrosative Stress, eine Sonderform des oxidativen Stress (vermehrter Anfall von schädigenden freien Radikalen), im Mittelpunkt.

Nitrosativer Stress ist ein Zustand, der dann entsteht, wenn Zellen zu viel Stickstoffmonoxid (NO – ein gasförmiger Botenstoff der Zellen) bilden. Besteht der störende Einfluss nur kurzfristig, verfügt der Körper normalerweise über ausreichend Antioxidantien, um die schädlichen Wirkungen dieses Gases zu neutralisieren. Kritisch wird es erst, wenn  Stresssituationen länger bestehen und chronischer Stress für den Organismus droht. Als Folge kommt es dann , in Form von gestörten Stoffwechselabläufen aufgrund von zu wenig Energie, zu Störungen in unseren Mitochondrien (Zellkraftwerke).

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Ob ein Test auf Pyrrole für Sie sinnvoll ist, können Sie anhand der aufgeführten Symptome, die für Sie eine Orientierung darstellen sollen, entscheiden:

  • Schlafstörungen
  • chronische Müdigkeit
  • Depressionen und Reizbarkeit
  • Vitamin B6 Mangel
  • Vitamin D Mangel
  • Mangel an Spurenelementen (Mangan, Zink, Chrom)
  • Muskelschwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Haarausfall
  • Schilddrüsen- oder Hormonstörungen
  • Zyklusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm)
  • Reizdarmsyndrom
  • Autoimmunreaktionen, z.B. Morbus Crohn, Lupus erythematodes
  • oft Kopfschmerzen oder Migräne
  • sie mögen direktes Sonnenlicht nicht
  • Allergien
  • Alkoholunverträglichkeiten
  • Medikamentenunverträglichkeiten
  • Arthrose/ Arthritis
  • Gelenkschmerzen
  • Gelenksteifigkeit

 

Im übrigen können auch schon Kinder von der KPU betroffen sein.

Mögliche Auffälligkeiten sind hier:

  • unklare Ängste
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Essstörungen
  • Unfähigkeit zur Ordnung im Kinderzimmer
  • starke schulische Probleme
  • AD(H)S
  • stark verfrühte Pubertät (Menarche vor dem 10. Lebensjahr)
  • stark verspätete Pubertät (Menarche nach dem 15. Lebensjahr)

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Finden Sie sich oder Ihr Kind dort wieder, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. Wir können dann ganz individuell besprechen, ob und welche Diagnostik bei Ihnen Sinn macht.

 

Wie sieht der Test aus?

 

KPU kann man mit einem einfachen Urintest diagnostizieren. Es wird dazu der konzentrierte Morgenurin genommen, da dort besonders hohe Pyrrolgehalte nachgewiesen werden können, welche bei KPU Patienten einen bestimmten Schwellenwert in der Regel überschreiten.

Es gibt aber auch Einzelfälle, bei denen die Morgenwerte des Urins nicht eindeutig sind, obwohl man sicher weiß, dass es sich um einen KPU Patienten handelt. Bei diesen Patienten sollte dann ein 24-Stunden-Sammelurin Test veranlasst werden.

Wer bereits Nahrungsergänzungsmittel wie Zink, Mangan, Vitamin B6 zu sich nimmt, sollte drei Tage vor der Testung diese Medikamente absetzen, da es den Test verfälschen könnte.

Wenn der KPU Test positiv ausfällt, ist es sinnvoll, noch weitere Tests, die individuell mit Ihnen besprochen werden, durchzuführen, um die Ursache für Ihre Stoffwechselstörung herauszufinden und damit eine bestmögliche Therapie zu erarbeiten.

 

Wie kann die Therapie aussehen?

 

Die Therapie sieht vier große Bereiche vor.

  • Ernährung
  • Entgiftung
  • Entstressung
  • Ergänzung

 

Die Ernährungsumstellung:

Bei der Ernährungsumstellung ist darauf zu achten, das Sie sich ausgewogen ernähren. Das bedeutet, dass Sie Fertiggerichte von nun an von Ihrem Speiseplan streichen. Auch sollten Sie auf Alkohol verzichten. Des Weiteren ist es wichtig, darauf zu achten, dass Sie Lebensmittel auswählen, die einen hohen Gehalt an Zink, Vitamin B6, Chrom und Mangan liefern. Da wir in der heutigen Zeit nicht mehr wissen, was für ein Nährstoffgehalt in welchen Lebensmitteln enthalten ist, finden Sie hier eine kleine Liste mit überdurchschnittlich guten Nährstoffgehalten.

 

Lebensmittel mit hohem Zink-Gehalt:

  • Fleisch (Rind, Kalb, Lamm)
  • Linsen
  • Erbsen
  • Karotten
  • Leber (bitte nur Bioware, da sonst die Schwermetallbelastung sehr hoch ist)
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Nüsse
  • Mais
  • Hühnerei
  • Beerenobst

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Lebensmittel mit hohem Vitamin B6-Gehalt:

  • Kartoffeln
  • Linsen
  • Bananen
  • Bierhefe
  • Spinat
  • Forelle
  • Kalbsleber

 

Lebensmittel mit hohem Chrom-Gehalt:

  • Fleisch
  • Bierhefe
  • Käse
  • Miesmuscheln
  • Birnen
  • Austern
  • Datteln

 

Lebensmittel mit hohem Mangan-Gehalt:

  • Haselnüsse
  • Ingwer
  • Kardamom
  • Schwarztee
  • Weizenkeime
  • Walnüsse
  • Mandeln
  • Reis
  • Sojamehl
  • weiße Bohnen

(Quelle: KPU, Kryptopyrrolurie - eine häufige, aber vergessene Stoffwechselstörung)

 

Die Entgiftungstherapie:

Bei der Entgiftungstherapie sorge ich dafür, dass vorhandene Schwermetalle aus Ihrem Körper ausgeleitet werden. Dieses wird in meiner Praxis mit sogenannten Chelatoren durchgeführt. Chelatoren sind wie Taxis, die Schwermetalle aus dem Gewebe holen, fest an sich binden und über die Niere ausschwemmen. Ob und wie viele Infusionen Sie benötigen, wird anhand von Urintests vorab festgelegt. Darüber hinaus können Sie zuhause noch unterstützende Maßnahmen, wie den Gang in die Sauna, Lymphdrainage oder regelmäßige Basenbäder, durchführen.

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Die Entstressung:

Es ist von großer Wichtigkeit, dass KPU Patienten Erholungsphasen in ihren Alltag einbauen. Das hört sich am Anfang vielleicht schwierig oder gar unmöglich an, da die meisten doch sehr in ihrem Alltag verhaftet sind. Aber ich bin sicher, dass es Ihnen im Laufe der Zeit gelingen wird, Ihren Alltag dahingehend positiv zu verändern. Auch hierbei unterstütze ich Sie gerne durch die gemeinsame Erarbeitung eines individuellen Plans.

Es haben sich verschiedenste Aktivitäten bei KPU Patienten als vorteilhaft herausgestellt, so dass auch Sie sicherlich das Richtige für sich finden werden. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, Yoga, Saunagänge, um die Leber zu entgiften, Massagen aber auch sämtliche Sportarten, die Ihnen helfen, sich zufrieden und ausgeglichen zu fühlen.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, mögliche Stressoren auszuschalten, wie z.B. ungesunde Bewegungsabläufe oder Körperhaltungen, die eventuell eine HWS-Problematik immer wieder anfeuern.

Aller Anfang ist schwer, aber Sie werden sehen, wie schnell Sie Sport und Entspannung in Ihren Alltag einbauen können und wie sehr Sie davon profitieren können.

 

Die Ergänzung:

Da die Pyrrole, um den Körper zu verlassen zu können, Mineralstoffe als Taxis benötigen, ist es sehr wichtig, diese fehlenden Nährstoffe wieder aufzufüllen.

Zunächst wird der Nährstoffmangel individuell ermittelt und darauf die Substitution abgestimmt. Die Substitution kann über Nahrungsergänzungsmittel erfolgen, aber ich biete in meiner Praxis auch Infusionstherapien an, um die Darmpassage zu umgehen, falls eine Aufnahme der Nährstoffe anders nicht sicherzustellen ist oder die Beseitigung des Nährstoffmangels schneller erfolgen sollte.

Wichtig ist aber, und das zeigt mir meine Erfahrung in der Praxis immer wieder, nicht nur die Supplementierung von Vital- und Mineralstoffen, sondern das komplette Therapiesystem umzusetzen.

 

Wissenschaftliche Studien: www.Pubmed.gov

 

 

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Schilddrüse - kleines Organ-große Wirkung

 

Unsere Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist mit knapp 18-60 Gramm zwar ein sehr kleines Organ, hat aber dafür eine unglaublich große Bedeutung für unseren Stoffwechsel.

 

Sie liegt direkt unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre und hat die Form eines Schmetterlings. Sie umschließt die Luftröhre mit einem rechten und linken Seitenlappen, die über ein Mittelstück (Isthmus) miteinander verbunden sind. Auf den Schilddrüsenlappen finden sich vier einzelne Körperchen, die die Nebenschilddrüsen genannt werden.

 

 

In der Schilddrüse werden die Hormone

  • Trijodthyronin (T3) und
  • Thyroxin (T4) sowie
  • das Peptidhormon Calcitonin

gebildet und gespeichert, die für viele Stoffwechselvorgänge unentbehrlich sind.

 

Darüber hinaus wird auch Jod in der Schilddrüse gespeichert, da dieses zwingend für die Bildung der jodhaltigen Schilddrüsenhormone erforderlich ist.

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Calcitonin entsteht in besonderen Zellen der Schilddrüse, den sog.C-Zellen, und hat vielfältige Funktionen. Es sorgt für

  • den Einbau von Calcium und Phosphat in de Knochenabbau,
  • die Hemmung der für den Knochenabbau zuständigen Zellen, den Osteoklasten,
  • die Senkung des Calciumspiegels im Blut.

Es gilt somit als Gegenspieler zum Parathormon, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird und für die Erhöhung des Calciumspiegels im Blut sorgt, in dem es Calcium aus dem Knochen herauslöst. Das Parathormon wird immer dann aktiv, wenn der Calciumspiegel im Blut zu stark absinkt.

 

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 unterliegen einem festen Regelkreis in unserem Körper, an dem der Hypothalamus, die Hypophyse und die Schilddrüse beteiligt sind.

Der Hypothalamus und die Hypophyse sind Strukturen unseres Gehirns, die auch Hormone bilden und dadurch zahlreich Vorgänge unseres Körpers steuern.

Dies bedeutet, dass die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone in der Schilddrüse selber letztendlich vom Hypothalamus (Hauptregulationszentrum in unserem Gehirn) gesteuert wird.

 

Wie funktioniert das?

 

Der Hypothalamus stellt die „oberste Ebene“ in diesem Regelkreis dar und überwacht laufend, ob sich ausreichend Schilddrüsenhormone im Blut befinden. Hier wird das Hormon TRH (Thyreatropin freisetzendes Hormon) in erforderlicher Menge freigesetzt, wodurch die Hypophyse, die „mittlere Ebene“, angesteuert wird und das nächste Hormon, das TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon), ausschüttet, um die Schilddrüse zu stimulieren.

An den Schilddrüsenzellen angelangt, fördert das Hormon TSH die Bildung und Ausschüttung der eigentlichen Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Sind T3 und T4 selbst ausreichend im Blut vorhanden, hemmen sie wiederum die Ausschüttung von TSH und TRH in den übergeordneten Instanzen.

Dieser als negative Rückkoppelung bezeichnete Mechanismus führt dazu, dass im gesunden Organismus die Stoffwechselparameter immer konstant gehalten werden.

 

Die Schilddrüsenhormone haben sehr vielfältige Wirkungen im unserem Organismus und ohne sie würden zahlreiche körperliche und geistige Funktionen zum Erliegen kommen:

  • Sie wirken auf das Herz- und Kreislaufsystem, auf die Herzfrequenz und Blutdruck, und erweitern die Gefäße.
  • Sie unterstützen den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel.
  • Sie steigern die Aktivitäten von Schweiß- und Talgdrüsen der Haut.
  • Sie aktivieren die Darmmotorik.
  • Im Nervensystem verstärken sie die Erregbarkeit der Zellen, steigern den Grundumsatz, was sich im Anstieg der Körpertemperatur zeigt.
  • Sie regeln die Entwicklung von Zellen und insbesondere die des zentralen Nervensystems.
  • Sie regulieren das Wachstum und die Entwicklung bei Neugeborenen.

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Stoffwechsel-Programm gesund & aktiv

 

Das gesund & aktiv Ernährungsprogramm –

        Abnehmen ohne Diät - dafür mit Konzept

 

Diäten gibt es beinahe wie Sand am Meer. Trotzdem ist über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland übergewichtig, rund ein Viertel sogar adipös. Woran liegt es also, dass fast 70 Prozent der Männer und über 50 Prozent der Frauen einen Body-Mass-Index über 25 kg/m² haben?

Um diese Frage zu beantworten, muss man wissen: Diäten sind in der Regel kalorienreduziert und auf schnelles Abnehmen angelegt. Die Krux: Kaum isst man wieder normal, nimmt man genauso schnell wieder zu.

Dieser Teufelskreis lässt sich jedoch durchbrechen: ohne Kalorien zählen und Heißhungerattacken mit dem gesund & aktiv-Ernährungsprogramm.

 

Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland wollen jährlich mithilfe einer Diät abnehmen. Doch nur die wenigsten können ihr Gewicht danach halten, wie eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit mehr als 2000 Frauen zeigt. Bereits nach einem Jahr war die Hälfte wieder genauso schwer wie vor der Diät, 23 Prozent brachten sogar noch mehr Pfunde auf die Waage als zuvor. Mit einem gesunden Lebensstil hat dies nur wenig gemeinsam.

 

Im Jahr 2003 entwickelten Mediziner, Stoffwechsel-Experten und Ökotrophologen deshalb das gesund & aktiv-Ernährungsprogramm. Diese Methode ist nicht kalorienreduziert und dient einerseits dazu, sein Wunschgewicht zu erreichen und nicht wieder zuzunehmen; gleichzeitig geht es aber auch darum, seine Vitalität zu steigern und Gesundheitsrisiken entgegenzuwirken, zum Beispiel Gefäßkrankheiten, Gelenkbeschwerden, Diabetes mellitus und Bluthochdruck.

 

Ernährungsumstellung statt Schlankheitskur

 

Die Grundlage dieses medizinischen Ernährungsprogramm beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Stoffwechsel. Damit er unsere Zellen optimal mit lebenswichtigen Bausteinen versorgen kann, benötigt er ganz bestimmte Nahrungsmittel. Und die sind von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich. So kann es leicht passieren, dass jemand buchstäblich das Falsche isst, sein Stoffwechsel dadurch aus der gesunden Balance gerät und dadurch Übergewicht, aber auch Wechseljahresbeschwerden, Hautprobleme oder Diabetes mellitus entsteht.

 

Gesund abnehmen – so funktioniert`s

Welche Nahrungsmittel für einen Erwachsenen oder Jugendlichen, für einen Fleischesser und Vegetarier optimal sind, finde ich als zertifizierte Therapeutin mittels einer Vital- und Stoffwechselanalyse heraus. Vorwiegend sind wir Therapeuten es dann, die das bisherige Ernährungsverhalten und eventuelle Krankheiten erfragen sowie 42 Blutwerte untersuchen, z.B. die Cholinesterase, die die Stoffwechselaktivität der Leber widerspiegelt, und das lebensnotwendige Kupfer, das unseren Hormonhaushalt stark beeinflusst. Wie gut die Zellen mit Nährstoffen versorgt werden, erkenne ich an vier Mineralstoffen: Kalium, Calzium, Magnesium und Natrium. Darüber hinaus liefert der Langzeitzuckerwert Klarheit, ob bereits eine diabetische Stoffwechsellage vorliegt oder gar ein Diabetes mellitus. Auch Genetik (=Blutgruppe) fließt bei der Bestimmung der optimalen Nahrungsmittel mit ein.

 

Ein maßgeschneiderter Ernährungsplan

Anhand dieser umfangreichen Daten und dem Wissen, dass der menschliche Körper Eiweiße und gesunde Kohlenhydrate benötigt, erstelle ich als Therapeut einen individuellen Ernährungsplan. Darin sind alle Lebensmittel aufgeführt, die den Stoffwechsel eines Menschen optimal regulieren. Hat jemand z.B. einen niedrigen Cholinesterase-Wert, können Bitterstoffe von Artischocke oder Radicchio seine Leberaktivität anregen.

Mit 40 Prozent sind kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel übrigens fester Bestandteil der gesund & aktiv Ernährungsmethode. Allerdings stehen nur die „guten“ auf dem Speiseplan, die den Stoffwechsel unterstützen und in Gemüse enthalten sind. Auf die „schlechten“ in Nudeln, Kartoffeln, Brot und andere Getreidelebensmittel wird bewusst verzichtet.

 

Schlemmen und abnehmen

Alle Nahrungsmittel, die tägliche Trinkmenge, das Maß an körperlicher Bewegung und wichtige Informationen über den zeitlichen Rhythmus der drei Mahlzeiten werden schließlich in dem Ernährungsplan zusammengefasst. Für das Frühstück gilt grundsätzlich das All-you-can-eat-Prinzip, während für das Mittag- und Abendessen Mengenangaben gelten, die allerdings so reichhaltig bemessen sind, dass Hungerattacken so gut wie ausgeschlossen sind.

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In drei Phasen zum Wunschgewicht

Vor der Ernährungsumstellung dient eine zweitägige Vorbereitungsphase der Entschlackung, wobei der Körper von Abfallprodukten des Stoffwechsels befreit wird.

In der Hauptphase wird der Stoffwechsel durch die Ernährungsumstellung mehr und mehr angekurbelt: Überflüssiges Fett wird verbrannt, man nimmt ab und schon nach kurzer Zeit fühlt man sich leistungsfähiger und vitaler. Auch körperliche Beschwerden können spürbar nachlassen oder gar völlig verschwinden.

Ist das Wunschgewicht erreicht, schließt sich die Erhaltungsphase an: Die Auswahl der Nahrungsmittel im Ernährungsplan ist jetzt deutlich größer, und gesund & aktiv fester Bestandteil einer neuen Lebensführung.

Während der gesamten Ernährungsumstellung stehe ich als Therapeutin meinen Patienten mit Rat und Tat zur Seite! Die Kosten für das medizinische Ernährungsprogramm betragen durchschnittlich 356,- Euro.

 

 

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Naturheilpraxis Nicole Bode

 

 

Schwerpunktpraxis für
EBV und Viruserkrankungen

Partnerseiten:

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Mediation und Coaching

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